FATAL ATTRACTION
Drei Kugeln. Drei sterile geometrischen Formen. Dennoch beinhalten die drei Objekte ein jeweils eigenes Subjekt, in der Form, dass sie auf sich selbst in ihrer Eigenschaft als Gruppe reagieren. Die Geometrie der Kugel selbst impliziert eine physische Bewegung. Eine lokale (oder soziale?) Nhe bringt einen Zustand der Befriedigung, der Wrme und Entspannung. Entfernt sich ein Gruppenmitglied - oder wird es entfernt - verfallen alle drei Kugeln in eine innere Unruhe, die sich auch nach au??en hin sichtbar u??ert und bis hin zum Tode fhren kann. Die Kugeln vermitteln eine emotionale Verbundenheit, die an liebes- oder eifersuchtshnliches Verhalten erinnern lsst.
Der Betrachter ist angehalten, die Kugeln selbst zu berhren, ihre Position im Raum zu verndern und damit auch die Kugeln selbst zu erfahren. Er kann aktiv teilhaben an der Gesellschaft der Kugeln. Ebenso kann er auf die Gefhle und Reaktionen einwirken und die Gruppe in einen Zustand bewegen, in dem er sie selbst erkunden mchte oder den er schlichtweg als angenehm empfindet.
Das Design ist geprgt durch eine milchfarbene innere Kugel, die fast das gesamte technische Innenleben verbirgt. Die Au??enschale ist transparent. Die Kommunikation zwischen den einzelnen Kugeln erfolgt mittels Funkmodulen, die ber Anfrage und Rckantwort die Entfernung der jeweils anderen Kugeln ermitteln. Durch kleine Motoren, Leuchtdioden und Summer artikulieren die Kugeln ihren Gemtszustand.
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Franks Blog
BEWEGUNG.STUHL
ziel ist einem rollbaren brodrehstuhl menschliche zge zu verleihen in dem er sich vor sozialen kontakt scheut. mittels elektronischer augen - fr unser objekt infrarot entfernungsensoren - reagiert der drehstuhl auf nherung bzw hindernisse durch flucht. diese wird ihm durch einen richtungsbestimmenden servo- und einen antreibenden dc-motor ermglicht. ab unterschreitung eines unteren grenzwertes wird ein kommando an den antriebsmotor geschickt - richtung durch fnf sensoren am fahrgestell des stuhles die jeweils ihr kreissegment berwachen und so prozentual den servo steuern.
der drehstuhl sollte nach mglichkeit gebrauchspuren aufweisen - eine vom leben gezeichnete patina - die vergleichbar mit den falten eines menschen auf altersweisheit schliessen lsst. So wird der stuhl im laufe der zeit intelligenter, was ihn dem menschen gegenber misstrauisch macht.
antrieb und steuerung sollen zentral vom mittelpunkt des fahrgestells aus erfolgen, zustzliche abdeckung und verkleidung der antriebseinheit darf die integritt des drehstuhl nicht gefhrden. die motoren sollten ausreichend kraft zur beschleunigung haben um dem stuhl zu einem agilen und dynamischen verhalten zu verhelfen.
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Martins Blog
SCREENINGIDEA
Wir sind nicht da, wo wir sind, wir sind dort, wo wir handeln, wo wir betrachten, da, wo wir denken.
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Yuns Blog
BRUST
Von der Wurst aufs Brot bis zur Flat rate im Bro werden wir heute den ganzen Tag ber von der Dose verwhnt. Als Inbegriff der Energie steht diese Primel der Raumausstattung meist im Schatten ihrer weitaus imposanteren Parasiten. Oft ohne den ntigen Freiraum gepresst hinter Schrankwnden, berwuchert von Kabeln, in die Ecke gedrngt und die meiste Zeit vllig berlastet. Ausgebeutet und missachtet tut sie doch tglich ihren Dienst an der Menschheit ohne je etwas zurckgefordert zu haben. Mit dem hochwertigen Plug&Play-Adapter-Spielzeug Brust?? haben wir die Mglichkeit einmal anders mit diesem missachteten Energiespender umzugehen.
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Peters Blog
KICKME !
martin meier: martin meier, herzlich willkommen in karlsruhe.
martin meier: vielen dank- eine schne stadt, brigens...
martin meier: sie studieren hier medienkunst und haben sich auch schon etwas ausgedacht: ein kleines objekt, das sich KiCKMi! nennt. erzhlen sie uns doch etwas mehr darber.
martin meier: gerne! wie der name schon sagt: KiCKMi! ist ein interaktives spielzeug und misst im durchmesser etwa 22 cm. es hat die form eines unfrmigen fussballs- jedoch ist KiCKMi! nicht aus leder und wird auch nicht in der dritten welt produziert, nein: KiCKMi!s aussenhaut ist aus hundertprozent biologisch- abbaubarem jute- stoff gefertigt.
martin meier: innen high- und aussen lowtech, sozusagen...
martin meier: sie bringens auf den punkt! das eigentlich interessante aber ist: KiCKMi! will getreten werden. diese eigenschaft meiner medialen plastik schreit geradezu nach stabilitt. dieser umstand wirft folgende fragen auf: inwiefern ist die technik schockresistent? wie kann der microcontroler in der aussenhlle der plastik befestigt werden?
martin meier: nicht so schnell, bitte! ich kann verstehen, dass sie sich gerade in der konzeptionsphase befinden und sich um technische angelegenheiten kmmern mssen. knnten sie nicht doch noch fr unsere leser kurz erlutern, was KiCKMi!s wesen berhaupt ausmacht?
martin meier: selbstverstndlich, bitte entschuldigen sie... KiCKMi! wird aktiviert, sobald er das erste mal getreten wird; das ist sein wesen, was sein name ja schon impliziert. gut. KiCKMi! liegt dann also irgendwo in einer ecke und erholt sich. sobald er wieder bei krften ist, beginnt er aber zu schreien und je lnger man wartet, desto mehr schreit er und beginnt sogar zu zittern. er will wieder getreten werden. der eigentliche reiz besteht jedoch darin: je schlechter man KiCKMi! behandelt, desto lnger ist er still. der benutzer muss also schon ziemlich wten, um seine ruhe zu haben...
martin meier: da stellt sich doch die frage, ob es berhaupt so etwas wie Befriedigung gibt oder ob sie letztendlich nur eine Kette aus Silben ist, die sich durch unsere Krper frisst und sich im Muskelfleisch zur Entladung vorbereitet... (ruspert sich) eine andere frage: haben sie einen on/off schalter integriert, dass der benutzer auch mal seine ruhe hat? bzw. braucht es den berhaupt, kann sich KiCKMi! automatisch ausschalten?
martin meier: nein, KiCKMi! wird sich nicht selbst ausschalten, da es seinem konzept widerspricht: meine motivation war es ja, die funktion umzukehren: statt bei einer interaktion macht mein objekt gerade dann etwas, wenn keine interaktion stattfindet. der eigentliche tod von KiCKMi! wre eher ein tamagotchi- tod: ein ganz gewhnliches ableben (batterie/ akku alle). dieses argument gilt vor allem dann, wenn KiCKMi! tatschlich mal verkauft werden sollte-- natrlich kann der kufer dann selbst eine zweite batterie einlegen. oder doch nicht? wird KiCKMi!s tod unumgnglich sein? gabs fr tamagotchis nicht mal websites, die sowas wie friedhfe dargestellt haben, wo mein eine foto von seinem wesen drauf posten und ihm einen virtuellen blumenkranz ans grab legen konnte?
martin meier: ja, gab es-- und nicht einmal nur virtuell: sehen sie sich mal diese website an: www.cnn.com/WORLD/9801/18/tamagotchi/
martin meier: das werde ich tun! jetzt mssen sie mich aber entschuldigen, ich muss nmlich noch recherche- arbeit leisten, was die grsse des akkus betrifft, sollte die leistung der op- amps checken und mich um den aufbau des dings kmmern. das wird brigens alles dokumentiert im netz, unter der kategorie "technik"-- schauen sie doch mal rein!
martin meier: herzlichen dank fr das gesprch!
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Martins Blog
WIRED FIRE
Wired Fire" ist eine stilisierende interaktive Rauminstallation, die den Flu??
der Energie vom Brennstoff zum digitalen Ereigni?? skizziert. Ein irrationaler, unkonomischer und unkologischer Weg, um dies Ereigni?? dem Betrachter sichtbar zu machen, da?? auch ohne die Digitalisierung mglich wre.
Die Installation stellt die Resourcenumwandlung beispielhaft dar, die tagtglich
auf unseren Bildschirmen zu beobachten ist und ermglicht dem Betrachter ein digitales Feuer mit analogem Holz zu beheizen. Der Benutzer kann das zur Verfgung stehende Brennmaterial zusammenschichten und damit die Flammen hher schlagen lassen. Zerstreut er hingegen die Holzscheite, wird auch das digitale Feuer kleiner.
Das Endprodukt ist immer digital.
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Smois Blog
KREISCHENDER EXPANDER
expanderkraftsportgert zur kontrolle der intensitt eines schreis je nachdem wie weit man es auseinanderzieht. die funktionalitt des gertes l??t sich schnell erahnen. die ausstellungsbesucher werden sofort probieren das gert an seine grenzen zu fhren, weil es optisch immer noch ein kraftsportgert ist und man die mglichkeit hat die qual zu intensivieren.
ursprngliche idee war es, eine interaktive kontrolle ber das leiden (virtueller) anderer zu haben. deshalb war es auch erst als audiovisuelle installation gedacht. (schmerzverzertes gesicht auf monitor und korrespondierender schrei).
die installation sollte ber eine gefederte leine laufen - die dem benutzer einen strkeren widerstand erfahren l??t. da schien der expander als zugwiderstand sehr geeignet. im kraftsport selbst wird auch sehr viele gelitten und geschrien:
jetzt schreit der expander fr einen, und man mu?? sich nur noch um die anstrengende kontrolle kmmern.
ausgangsbasis ist ein herkmmlichers expanderkraftsportgert mit gummizgen
die griffe werden um hohlrumen erweitert, in denen ein steuerungschip (bx24), ein 9v-akku, ein funksender, eine spannungssterungseinheit, und je griff zwei beschleunigungssensoren platzfinden. innerhalb der gummizge befinden sich ein dehnungssensor (50cm) und zwei angelsehnen zur begrenzung des maximalen zugs und 3 kabel als zuleitung zum chip. am computer befindet an der seriellen schnittstelle ebenfalls ein bx24chip mit einem funkempfnger. die sensordaten werden ber die software maxmsp ausgewertet um die sampleposition und abspielgeschwindigkeit zu steuern durch granularsynthese.